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Welche Wedge brauche ich wirklich?
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Welche Wedge brauche ich wirklich?

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Jeder kennt diesen einen Spieler der 4 Wedges (oder sogar mehr 😀 ) in seinem Bag hat. Braucht man wirklich 4 Wedges oder reichen auch 2-3? Zuerst einmal die Grundlagen der verschiedenen Wegdes.

Pitching Wedge:

Die Pitching Wedge ist der Schläger mit dem wenigstens Loft. Eine Pichting Wedge hat im Normalfall einen Loft zwischen 47-53°. „Average Joe*“ schlägt diesen Schläger zwischen 100-124m und nutz die Pitching Wedge am häufigsten für den Schlag ins Grün

Gap Wedge:

Diese Art der Wedge ist meiner Meinung nach die meist Unterschätze Wedge. Kaum jemand hat solch eine Wedge im Bag. Der Loft beträgt hier zwischen 46-54°und füllt die Lücke zwischen der Pitchingwedge und Sandwedge. „Average Joe“ schlägt diesen Schläger zwischen 80-100m.

Sand Wedge:

Zwischen 54-58° Loft hat eine Sand Wedge. Der wohl (leider) meistgespielte Schläger zum Chippen 😀 Der „Average Joe“ schlägt die Sandwedge zwischen 70-90m.

Lob Wedge:

Eine Lob Wedge wird meistens rund ums Grün für Schläge verwendet, die sehr „Präzise“ an die Fahne gespielt werden müssen. Im Idealfall fliegt der Ball bei dieser Wedge am höchsten und hat den wenigsten Roll, dies liegt daran das der Loft hier zwischen 60-65° hat. Average Joe benutzt diesen Schläger ab 70 Meter und weniger.

Bounce:

Neben den verschiedenen Loftzahlen wird aber auch der Bounce (das gebogene Stück an der Sohle des Schlägers) unterschieden. Je mehr Bounce der Schläger hat desto tiefer ist die Hinterkante im Verhältnis zur Vorderkante. Grundlegend gilt die Faustregel

-Viel Bounce (16- 18°) ist gut, um aus dem Bunker raus zu kommen und bei einem neutralem Attack
– Der Standart Bounce (10-16°) ist eigentlich ein perfekter Allrounder sofern der Spieler nicht besondere ausgefallene Schläger versuchen will (z.B. ein Lob Shot mit extrem geöffneter Schlagfläche von sehr kurzen Rasen).
-Wenig Bounce (0-10°) ist für alle extrem kreative Spieler geeignet die einen flachen Attack haben. Somit kann ich dann, im Gegensatz zum Standart Bounce, auch von harten Stellen bzw wenig Rasen problemlos spielen

Verschiedene Bounce Arten
©www.fitforpurposegolf.com

Grind:

Und um das ganze noch wirklich kompliziert zu machen gibt es noch etwas, das sich Grind nennt. Der Grind beschreibt die Form der Sohle. Je nachdem wie diese geformt ist, kann man zum Beispiel den Schläger öffnen ohne das die Leading Edge zu sehr in die Luft kommt. Hier hat Titleist ein passendes Bild dazu

©www.golfalot.com
©www.golfalot.com

Grooves:

Zu den Grooves selber scheiden sich die Geister 😉 Natürlich steckt dahinter auch sehr viel Marketing der Hersteller. Aktuell kann ich die Wedges der großen Hersteller (zumindest wegen den Grooves) definitiv empfehlen.

Doch welche Wedge brauchst du jetzt wirklich?

Zuerst solltest du herausfinden wie viel Loft deine Pitching Wedge hat. Abhängig davon, lohnt es sich dann die passende Gap Wedge und Sand Wedge und eventuell eine Lob Wedge zu finden. Ein Beispiel Set könnte so aussehen -> PW (45°) GW (50°) SW (54°) LW (58°)
Hat deine Wedge mehr Loft, verschieben sich entsprechend die Zahlen.

Wie viele Wedges brauchst du also?

Dieser Faktor hängt von deiner Schlägerkopfgeschwindigkeit ab. Ist der Längenunterschied (carry) nur 15m oder weniger lohnt es sich nicht eine weitere Wedge ins Bag zu packen (zumindest für den Pitch). Sollte der Unterschied aber größer sein,  solltest du dir eine GW zulegen. Die LW lohnt sich kaum für den Average Joe da volle Schläge kaum voran kommen, da der Schläger so viel Loft hat sodass der Ball hauptsächlich hoch fliegt. Somit wäre dieser nur notwendig rund ums Grün für kurze Annäherungsschläge die schnell auf dem Grün liegen bleiben sollen. Da das Thema Grind bei den Herstellern immer wichtiger wird, ist es für den Spieler auch leichter geworden mit einer SW den Schläger so weit aufzudrehen, das eine LW fast unnötig wird.

Fazit

Am besten gehst Du mit diesem Wissen zum nächsten Demoday / Fitter und sagst ihm was Du testen möchtest, denn beim kurzen Spiel geht es hauptsächlich um das Gefühl. Der Schläger kann in der Theorie noch so toll sein, solange Du dich nicht damit wohl fühlst lass die Finger davon 🙂

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