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EUGC-Qualifikationsturnier 2017 in Mannheim
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EUGC-Qualifikationsturnier 2017 in Mannheim

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Bereits im April 2013 traf ich mich mit 37 anderen deutschen und französischen Crossgolfern in Paris, um ein phänomenales Turnier in der französischen Hauptstadt zu spielen.  Auf einigen interessanten Bahnen quer durch die Metropole, die uns unter anderem an der Seine entlang und über ein paar der schönsten und berühmtesten Plätze der Stadt führten, wurde die beste Crossgolf-Nation ausgespielt, und die hieß am Ende Deutschland. Darüber hinaus konnte ich den Titel in der Einzelwertung gewinnen, worauf ich natürlich sehr stolz war. Neben dem Fokus Crossgolfen wurden hier aber auch auf und neben dem Kurs bei der anschließenden Party neue und intensive Freundschaften geknüpft, die bis heute anhalten.

Und so war die Idee der Europameisterschaft der Crossgolfer, des EUGC geboren. Seither konnte ich ein immer weiter steigendes Interesse am Crossgolfsport bemerken. Das – gepaart mit einer guten länderübergreifenden Organisation – macht es möglich, dass dieses große Event seitdem durch Europa wandert und Golfer aus verschiedenen Nationen beim EUGC gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgehen können, den Ball durch die größten Städte Europas zu schlagen und gemeinsam den Sport und sich selbst zu feiern. Nach Köln, London und Amsterdam wird die nächste Europameisterschaft in Prag ausgetragen.


Spielen kann auf dem EUGC mittlerweile nicht mehr jeder, der Lust hat, das würde den Rahmen sprengen. Deshalb werden Jahr für Jahr die zwölf besten Spieler bei einem Qualifikationsturnier ausgespielt, die ihre Nation dann bei diesem großen Turnier vertreten dürfen. Nachdem wir letztes Jahr auf einem interessanten Kurs in Aachen spielen durften, welcher uns unter anderem in das Fußballstadion der Zweitliga-Mannschaft oder über die berühmten Reitplätze der Stadt führte, haben sich die Organisatoren der Qualifikation dieses Jahr für ein verlassenes US-Militärgelände in Mannheim entschieden.

Das Benjamin Franklin Village war eine große Wohnsiedlung der US-Soldaten, welche nun komplett leer steht, seit die US Army den Standort Mannheim verlassen hat. Ein Stadtviertel mit Kirchen, einem Kino, Einkaufszentren, Wohnhäusern, Panzerhallen, großen Parkplätzen und vielem mehr. Also viel Platz, um interessante und anspruchsvolle Bahnen zu spielen.

Die Aussicht, auf dieser Location zu spielen sowie die Vorfreude, alte Gesichter wieder zu sehen und auch die gemeinsame anschließende Party waren am Ende Argument genug, dass ich mich kurzfristig für die Teilnahme am Qualifikationsturnier für die Europameisterschaft entschied, nachdem ein Freund aus Krankheitsgründen einen Startplatz abzugeben hatte.


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Das „Ground Opening“, also das Eintreffen, Einspielen und die Registrierung der Turnierteilnehmer, fand ab 10 Uhr in einer alten Sporthalle auf dem Franklin Field statt. Schon hier bekam man einen Eindruck, mit was für abwechslungsreichen Bahnen sich die 108 gemeldeten Turnierteilnehmer an diesem Tag auseinander zu setzen hatten. Nach den organisatorischen Dingen, der Flighteinteilung sowie der kurzen Regelkunde und dem Verteilen der Score Cards ging es dann auch schon bei strahlendem Sonnenschein auf den 18 Bahnen langen Kurs.

Unter die 108 gemeldeten Teilnehmer hatten sich neben den bewährten Crossgolfern und einigen Platzgolfern auch ein Paar Neulinge gemischt, welche den Sport einfach mal ausprobieren wollten.

Bereits nach den ersten zwei Bahnen war klar, dass dieses Turnier kein Turnier ist wie jedes andere. Und das weder Platzgolfer noch Crossgolfer hier Vorteile gegenüber dem anderen haben, da sich der Untergrund ständig veränderte. Mal spielten wir auf normalem Steinboden, mal auf Schotter und dann wiederum auf gut gemähtem Rasen. Ebenso unterschiedlich waren die Ziele, beispielsweise spielten wir durch ein Fenster in ein altes Haus, ein anderes Mal auf einen kleinen Blumenkübel oder aber auch auf ein in der Luft hängendes Kinderspielzeug. Schnell stand fest, dass kaum einer, der vorne mitspielen wollte, ohne einen Ausreißer auf den 18 Bahnen auskommen würde.

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Auch wenn die oft langen Bahnen dazu verleiteten, auf Angriff zu spielen, entschied ich mich für die sichere Variante, den Ball vorzulegen. Jedoch machte ich mir aufgrund der sehr anspruchsvollen Bahnen und meiner eher unregelmäßigen Trainingsbeteiligung in den letzten Monaten eigentlich nicht viel Hoffnung, ein Ticket für die Europameisterschaft in Prag zu lösen. Doch nach 7 Stunden und 13 km schloss ich das Turnier mit 85 Schlägen auf dem 5. Platz ab und konnte mich somit als einer von 12 Spielern für die Europameisterschaft qualifizieren. Gewonnen hat Christoph Merx (ebenfalls von den Porngolfern Walldorf) mit 80 Schlägen.


Seit es den EUGC gibt, konnte sich Deutschland immer unter den ersten Dreien platzieren. Meine letzte Teilnahme konnte ich wie bereits erwähnt mit dem Titel in der Einzelwertung und der Nationenwertung kören. Deswegen freue ich mich umso mehr, Deutschland wieder in Prag vertreten zu dürfen und bin topmotiviert!

Abschließend kann ich auch nach diesem Turnier wieder sagen, dass Crossgolf neben dem Spaß am Golf noch einiges mehr zu bieten hat. Also probiert es einfach mal aus und lasst euch auf die Challenge ein.

Eine vollständige Fotostrecke findet ihr auf der FB-Seite vom UrbanGolf Shop

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