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An American Caddie In St. Andrews – Oliver Horovitz
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An American Caddie In St. Andrews – Oliver Horovitz

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In diesem Buch geht es darum wie Oliver Horovitz sein „Gap Year“ als Caddie im wohl ältesten und berühmtesten Golfplatz der Welt verbringt. Was sich am Anfang als eher langweilig anhört findet nach einigen Seiten jedoch tolle Geschichten rund um das Leben in St. Andrews. Wer denkt schon das man als Looper (so bezeichnen sich die Caddies meist selbst) morgens um 4:30Uhr schon fit sein muss damit man am Tag 2-3 Runden als Caddie schafft.

Am Anfang stößt Horovitz noch auf Abneigung der eher Einheimischen Looper (was ich im Nachhinein total verstehe wenn man überlegt wie begehrt diese Plätze als Looper in St. Andrews sind und wie oft bestimmt schon der ein oder andere dabei war der definitiv nicht geeignet war), was sich aber schnell legt, als er das trainee Programm der Caddies absolviert hat.

Durch den ein oder anderen Zock unter „Kollegen“ verdient er sich noch zusätzlich etwas Respekt und etwas Taschengeld. Da Horovitz zu diesem Zeitpunkt ein Handicap von 1.8 hatte, nein ich rede nicht von dem deutschen System der Stammvorgabe 🙂 , hat er den ein oder anderen eingesessenen Looper doch sehr überrascht.

Meine persönliche Highlights sind aber all die kleinen Geschichten die sich hinter den Kulissen von St. Andrews abspielen. Alleine das Kapitel in dem er die geheimen Botschaften der Looper aufdeckt die sie sich gegenseitig gestikulieren wenn Sie am gegenüber liegenden Loch vorbei laufen verdient einen Preis. Ich hätte nie gedacht das man soviel über seine Flight lästern kann ohne auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Leider hatte ich noch nie die Möglichkeit dort zu spielen aber Horovitz beschreibt in seinem Buch St. Andrews so gut das man denkt man wäre direkt vor Ort. Mit viel Gefühl vermittelt er auch die besonderen Momente in seinem Buch. Jedem Spieler dem er auf der Runde begleitet, hatte eine andere Motivation dort zu spielen. Von der Geschäftsreise bis hin zum Jahrelang geplanten Ausflug mit Freunden. Haltet mich für verweichlicht aber an der Stelle wo ein Sohn für seinen verstorbenen Vater eine Runde in St. Andrews spielt war ich den tränen nahe.

Fazit: Für jeden Golfer der schon immer mal nach St. Andrews wollte, oder aber schon da war, ist dieses Buch ein absolute Pflichtlektüre. Ein tolles Buch über Golf und die Geschichten des Lebens. Manchmal etwas oberflächlich aber meistens vermittelt Horovitz das Gefühl von St. Andrews und der Freude daran Golf zu spielen.

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